Mehr Fokus bedeutet weniger Misserfolg, weniger Frust und mehr Vertrauen – sowohl in der Beziehung zur Bezugsperson als auch im eigenen Selbstwert. Mit klaren Routinen, kleinen Erfolgserlebnissen und liebevoller Unterstützung wächst die Fähigkeit, sich zu konzentrieren, gemeinsam gelöste Aufgaben zu genießen und sich als kompetent wahrzunehmen. Kurz gesagt: Mehr Fokus, mehr Nähe, mehr Selbstvertrauen.
Konzentration üben
Individuelle Stärken nutzen und Aufgaben darauf abstimmen. Mit Ruhe, Geduld und liebevoller Begleitung Vertrauen aufbauen.
Klare Rituale und erreichbare Ziele schaffen Orientierung. Positive Rückmeldungen feiern jeden Fortschritt, kein Ärger bei Rückschlägen. Entspannungs- und Regulationselemente integrieren, damit der Kopf frei wird.
Routine-Plus: Festigen, wiederholen, meistern
Lernmotivation steigern
Ziele klar, klein und erreichbar setzen – jeder Erfolg zählt. Positive Feedback-Schleifen: Lob bei Fortschritt statt Kritik bei Fehlern. Sinnhaftigkeit zeigen: Warum lernen wichtig ist, mit echten Bezügen zur Lebenswelt. Belohnungssysteme sinnvoll nutzen.
Belohnung statt Druck: Motivation pur
Richtig & leichter lernen
Hirngerechte Lernmethoden - kleine, schnelle Erfolge. Motivation steigern mit positiver Verstärkung statt Druck. Lernrhythmen implementieren, Sinnhaftigkeit erzeugen, Selbstwirksamkeit stärken.
Merkhäppchen zünden: Schneller merken, länger behalten
Impuls- & Verhaltenskontrolle
Impulse erkennen: Was reizt das Kindt? Sammeln von Pausensignalen statt Ausrasten. Selbstregulation durch spielerische Übungen. Positive Verstärkung statt Strafe. Belohnungssysteme sinnvoll nutzen, ohne Druck. Eigenverantwortung stärken: Selbstständige Planung und Reflektion fördern.
Co-Trainer-Eltern: gemeinsam stark lernen
Das Aktivierungsniveau
Das Aktivierungsniveau bezieht sich auf den Grad der mentalen oder physischen Anregung einer Person. Es kann durch verschiedene Faktoren wie Aufregung, Interesse oder Stress beeinflusst werden. Aber auch durch fehlende Botenstoffe im Gehirn.
Bei mittelschweren und schweren Aufgaben ist die Lern- und Leistungsfähigkeit eines Menschen bei mittlerer Aktivierung am höchsten. Sowohl eine sehr niedrige als auch eine sehr hohe Aktivierung vermindert diese Fähigkeiten.
Bei ADS-Betroffenen ist bereits bei Normalbedingungen das Aktivierungsniveau erniedrigt. Werden die Aufgabe schwieriger oder uninteressanter, senken sie ihre Aktivierung noch weiter ab. Je unteraktivierter sie sind, desto unkonzentrierter sind sie, desto langsamer arbeiten und schlechter begreifen sie. In diesem Zustand ist sowohl das Speichern neuer Lerninhalte als auch das Abrufen aus dem Kurzzeitgedächtnis oder Langzeitgedächtnis blockiert.
Die Lern- & Leistungsfähigkeit
Die Lernfähigkeit bezieht sich auf die Fähigkeit einer Person, neue Informationen zu verstehen, zu behalten und anzuwenden. Individuen mit einer hohen Lernfähigkeit können Informationen effektiv verarbeiten, Zusammenhänge erkennen und ihr Wissen erweitern.
Die Leistungsfähigkeit bezeichnet die Fähigkeit eines Individuums, eine bestimmte Aufgabe effektiv und effizient zu erfüllen. Sie ist ein wichtiger Faktor für den Erfolg und die Produktivität in verschiedenen Bereichen des Lebens.
Die Entstehung von Lern- & Leistungsstörungen
Durch die Absenkuung des Aktivierungsniveaus verliert der ADS-Betroffene die Fähigkeit, seine Intelligenz und Aufmerksamkeitsleistung abzurufen. Es kommt zu einer Lern- und Leistungsstörung, weil er das Oberziel „Vermeiden des Lernens“ entwickelt. Darüber hinaus können die Betroffenen leicht in den Widerstand gehen und Machtspiele entwickeln. Das wiederum führt dazu, dass sie Bezugsperson irgendwann weniger warm bzw. geduldig ist und strafende Beziehungssignale einsetzt. Als Konsequenz entsteht ein Negativgefühl im Betroffenen, das Selbstwertgefühl wird erniedrigt und erneut wird das AN herabgesenkt. Die Betroffenen befinden sich in einer Negativspirale, aus der sie sich alleine nur schwer befreien können.
Beide Fähigkeiten sind trainierbar!!! Separat betrachtet lassen sich keine Rückschlüsse auf die wahre Intelligenz des Kindes ziehen.
Die Automatisierung
Zu Beginn eines Lernvorgangs muss das Gehirn aufgrund seiner noch nicht so effektiven Organisation einzelne Verarbeitungsschritte nacheinander ausführen. Im Verlauf eines tiefgründigen Lernprozesses erreicht es durch umfassende Neuorganisation eine Parallelverarbeitung.
Sobald Parallelverarbeitung möglich ist, sprechen wir von automatischem oder automatisiertem Verhalten.
Für eine Automatisierung müsste ein Reiz immer mit demselben Verhalten beantwortet und dieses Verhalten mehrfach wiederholt werden. Da sich AD(H)S-Betroffene in Lernsituationen ständig wechselnd steuern, findet in vielen Bereichen keine (positive) Automatisierung statt, sie automatisieren eher ungünstiges Verhalten.
Je stärker jedoch etwas automatisiert ist, desto weniger Anstrengung und Aufmerksamkeit wird für die Aufgabenbewältigung benötigt.
ADS-Betroffene meiden aufgrund einer Lern- und Leistungsstörung die benötigte Aufgabenwiederholung sowie eine intensive Auseinandersetzung mit uninteressanten, aber wichtigen Themen. Auf Dauer entstehen Negativgefühle, Lernlücken, ein negatives Selbstbild, weniger warme Bezugspersonen und Misserfolge.
Durch die Automatisierung würden derartige Benachteiligungen entfallen.
Die Gefühlswelt bei AD(H)S
Zu Beginn eines Lernvorgangs muss das Gehirn aufgrund seiner noch nicht so effektiven Organisation einzelne Verarbeitungsschritte nacheinander ausführen. Im Verlauf eines tiefgründigen Lernprozesses erreicht es durch umfassende Neuorganisation eine Parallelverarbeitung.
Sobald Parallelverarbeitung möglich ist, sprechen wir von automatischem oder automatisiertem Verhalten.
Für eine Automatisierung müsste ein Reiz immer mit demselben Verhalten beantwortet und dieses Verhalten mehrfach wiederholt werden. Da sich AD(H)S-Betroffene in Lernsituationen ständig wechselnd steuern, findet in vielen Bereichen keine (positive) Automatisierung statt, sie automatisieren eher ungünstiges Verhalten.
Je stärker jedoch etwas automatisiert ist, desto weniger Anstrengung und Aufmerksamkeit wird für die Aufgabenbewältigung benötigt.
ADS-Betroffene meiden aufgrund einer Lern- und Leistungsstörung die benötigte Aufgabenwiederholung sowie eine intensive Auseinandersetzung mit uninteressanten, aber wichtigen Themen. Auf Dauer entstehen Negativgefühle, Lernlücken, ein negatives Selbstbild, weniger warme Bezugspersonen und Misserfolge.
Durch die Automatisierung würden derartige Benachteiligungen entfallen.
Für mehr Lernerfolg und weniger Widerstand
Für mehr Zusammenhalt
und eine liebervolle Kommunikation
Für mehr Zufriedenheit
und ein gestärktes
Selbstwertgefühl
